Die Nutzung von KI Werkzeugen des Unternehmens zu privaten Zwecken – Gefahren und Möglichkeiten

Immer mehr Unternehmen integrieren KI Werkzeuge, wie Copilot oder auch Gemini, sowie Claude in ihren Arbeitsalltag. Diese sollen helfen, diesen unkomplizierter und wie schon die Einführung der PowerPlatform wiederholende Aufgaben digitalisieren. Dies soll Freiräume schaffen, damit MitarbeiterInnen sich um die wichtigeren Themen kümmern können. Dies insbesondere im Bezug auf die fehlenden MitarbeiterInnen im Unternehmen und die ursächlichen Generationswandel. In diesem Beitrag betrachten wir die Möglichkeiten und Gefahren der KI Nutzung im Unternehmen.

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Microsoft Purview @ Build 2026: Data Security für AI Apps und Agents wird zur Entwicklungsbasis

Mit der rasanten Verbreitung von AI-Anwendungen und autonomen Agents verändert sich auch die Rolle von Daten­sicherheit grundlegend. Auf der Microsoft Build 2026 hat Microsoft gezeigt, wie Microsoft Purview künftig nicht nur ein Governance-Tool ist, sondern direkt Teil des Entwicklungsprozesses für AI-Lösungen wird.

Der Fokus: Security & Compliance „by Design“ für AI-Apps, Agents und Developer Workflows.


Die Herausforderung: AI trifft auf unkontrollierte Datenflüsse

Moderne AI-Systeme arbeiten nicht mehr isoliert in der Cloud. Sie greifen auf:

  • lokale Dateien und Endgeräte
  • APIs und Drittanbieter
  • Unternehmensdaten (z. B. PII, Finanzdaten, IP)

zu und verarbeiten diese dynamisch.

Das Problem:
Klassische Security-Konzepte sind dafür nicht gemacht.

  • fehlende Transparenz
  • keine konsistenten Policies
  • neue Risiken durch autonome Agenten

→ Ergebnis: Hohe Gefahr von Datenabfluss und Compliance-Verstößen, insbesondere bei produktiven AI-Workloads.


Purview wird zur Security-Schicht für AI-Entwicklung

Microsoft positioniert Purview jetzt als integrierte Sicherheits- und Compliance-Ebene über den gesamten AI-Lifecycle hinweg.

Zielbild:

Entwickler können AI-Lösungen bauen, die „secure & compliant by default“ sind – ohne zusätzliche Komplexität.


Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

1. Schutz für lokale AI Agents (Public Preview)

Ein zentrales Highlight:
Purview erweitert seine Fähigkeiten auf lokale AI-Agenten, z. B.:

  • GitHub Copilot CLI
  • OpenAI Codex
  • Claude Code
  • OpenClaw

Neue Funktionen:

  • Observability (DSPM)
    → Transparenz über Agenten, Datenzugriffe und Interaktionen
  • Runtime DLP
    → Echtzeit-Prüfung von Prompts & Aktionen
    → Blockierung sensibler Daten (z. B. Credentials)
  • Agentic Risk Detection
    → Erkennung auffälliger oder riskanter AI-Verhaltensmuster
  • Audit Logging
    → vollständige Nachvollziehbarkeit aller Interaktionen

➡️ Beispiel:
Ein Entwickler fügt versehentlich API-Keys in einen Prompt ein.
→ DLP erkennt und blockiert die Datenübertragung
→ Risiko wird klassifiziert
→ alles wird revisionssicher protokolliert


2. Schutz für AI-Plattformen (Foundry Integration)

Mit der erweiterten Integration in Microsoft Foundry bringt Purview Security direkt in die AI-Entwicklungsplattform.

Neue Capabilities:

  • DLP für Prompts (Public Preview)
  • Sensitivitäts-Erkennung in Echtzeit (SITs)
  • Insights im Control Plane (GA)

→ Sichtbarkeit für:

  • Anteil sensibler Daten in Prompts
  • Risikoverhalten von Nutzern
  • Nutzungsmuster von Agents

➡️ Wichtig:
Security wird nicht nachgelagert, sondern direkt in die Entwicklung integriert.


3. Governance für GitHub Copilot

AI-gestützte Entwicklung wird stärker reguliert:

  • Audit-Logs für Copilot-Interaktionen
  • Integration in Purview
  • zentrale Auswertung von Developer-Aktivitäten

➡️ Unternehmen können jetzt nachvollziehen:

  • wie Copilot genutzt wird
  • ob sensible Daten verarbeitet wurden
  • ob Policies eingehalten werden

→ besonders relevant für DSGVO, IP-Schutz und Secure Coding


4. Purview SDK für Entwickler (Public Preview)

Ein großer Schritt für die Praxis:

Microsoft stellt ein Purview SDK für .NET bereit.

Vorteile:

  • DLP & Data Classification per Code integrierbar
  • Prompt- und Response-Analyse in Echtzeit
  • minimale Implementierung (wenige Zeilen Code)

➡️ Ergebnis:

  • Integration von Wochen → auf Tage reduziert
  • Security wird Teil der Anwendung

→ auch für Non-Microsoft AI-Stacks nutzbar


Was bedeutet das für Unternehmen?

Security und Compliance werden:

  • nicht mehr nachträglich geprüft
  • sondern direkt bei der Entwicklung implementiert

→ DevSecOps für AI wird Realität


2. Neue Anforderungen an Governance

Unternehmen müssen sich vorbereiten auf:

  • AI-Agenten auf Endgeräten und dessen Governance und Zugriffe
  • Scout als allwissender AI Agent
  • dynamische Datenflüsse
  • neue Insider-Risiken

→ klassische Richtlinien reichen nicht mehr aus! Es muss ein Governance Konzept für AI Agents und dessen Erstellung, sowie Nutzung geben!


3. Betriebsrat & Datenschutz (DE-Kontext)

Besonders relevant in Deutschland:

  • Transparenz über Nutzerinteraktionen (Audit) im Bereich der Betriebs- und Personalräte
  • Überwachungspotenzial durch AI-Logdaten im Bereich der Betriebs- und Personalräte
  • DLP-Eingriffe in Arbeitsprozesse zum Schutz von Unternehmensdaten und Daten der MitarbeiterInnen
  • Immer neuere LLM Modelle – Prüfung durch den Datenschutzbeauftragten nötig!

Erforderlich:

  • klare Betriebsvereinbarung mit Anhängen / bzw. BV KI in die IT Systemrahmenvereinbarung einarbeiten und Anlagen für die KI Tools und AI Agents
  • Zweckbindung & Minimierung der Logs aus Sicht des Datenschutzes
  • Verarbeitungsverzeichnis füllen
  • KI Register füllen (AI Officer)
  • Transparenz gegenüber Mitarbeitenden über Datenschutzinformationen auch in Kombination mit

Einordnung: Warum das ein Gamechanger ist

Mit diesen Updates wird Purview:

  • vom klassischen Compliance-Tool
  • zur zentralen Kontrollinstanz für AI-Systeme

Und noch wichtiger:

Microsoft adressiert erstmals End-to-End Security für AI Agents – von lokal bis Cloud.


Fazit

Die Build 2026 zeigt deutlich:

  • AI wird produktiv – und damit regulierungspflichtig
  • Daten sind der zentrale Risikofaktor
  • Security muss Bestandteil der Entwicklung werden

Microsoft Purview liefert dafür eine integrierte Plattform, die Entwickler, Security-Teams und Compliance zusammenbringt.


Kurz zusammengefasst:

  • DLP & Security jetzt auch für lokale Agents
  • Deep Integration in AI-Plattformen (Foundry, Copilot)
  • SDK für einfache Integration in eigene Apps
  • Fokus auf „Secure AI by Design“
Quelle

https://techcommunity.microsoft.com/blog/microsoft-security-blog/microsoft-purview-enables-developers-with-strong-data-security-across-ai-apps-an/4524626

Microsoft Information Protection in OneNote verfügbar

  Seit Beginn von RMS, sowie Information Right Management im SharePoint 2027 bestehen schon OneNote Mappen in denen Wissen gesichert wird. Dies erst OnPremises und dann in der Cloud im OneDrive oder SharePoint Online Sites. Aber bis zum März (Preview) und dann Ende Mai 2026 (GA) besteht nun die Möglichkeit nicht Mappen, aber Reiter entsprechend zu Labeln und so den Zugang zu steuern. Continue reading